Ja, schon wieder ein Bild von einem Grabstein als Eye Catcher für einen Blogpost. Aber der Reihe nach.
Anfang Januar 2022 wurde Ildiko meine neue Chefin. Und wie das so ist, wenn jemand Neues übernimmt, merkt man sofort: Es wird nicht alles beim Alten bleiben – aber in meinem Fall war das völlig in Ordnung. Ildiko hatte klare Vorstellungen, und ich stand der Sache von Anfang an positiv gegenüber. Die große Veränderung kam dann per 1. Oktober 2022: Die geografische Struktur wurde abgeschafft, dafür kam eine funktionale Aufbauorganisation. Plötzlich waren wir unterteilt in Coverage – Risk, Compliance, Administration – und Sales, das wir so semi-mutig „Advisory“ nannten, unterteilt. Den großen Namen „Sales, Verkauf“ wagten wir dann doch nicht, man will es ja nicht übertreiben.
Ich wurde Head Advisory mit Mitarbeitenden in Zürich, Brugg, Gümligen und Lausanne. Besonders spannend war Gümligen: nicht zwei kleine Teams, sondern ein großes, mit zwei Co-Chefs im Top-Sharing – man könnte fast sagen, ein Doppelspitze-Experiment, welches mich rein fachlich sehr interessierte. Nicht immer ganz einfach im Sinne von „wer ist jetzt wofür zuständig?“ oder auch führungsmässig „wenn Papi nein sagt, frage ich mal Mami, vielleicht sagt ja die ja“ oder umgekehrt. In Lausanne hatte ich ein Team, mit dem ich nur bedingt eine gemeinsame Sprache fand – also wirklich rein sprachlich, ich fand es von Anfang an beeindruckend, wie gut man sich verstehen kann, obwohl man gerade keine gemeinsame Sprache spricht. Und dank Digitalisierung war auch die Uebersetzung von Botschaften nicht mehr so wahnsinnig schwierig (darum dieser Post unterhalb traduit en francais pour les Romands :-))
Wir starteten in einer Zeit, in der die CS nach den Debakeln mit Archegos und Greensill im Jahr 2021 schon ordentlich durchgeschüttelt war. Wir hatten Pläne: Hypotheken verlängern, Cross-Selling intensivieren, Optimismus versprühen. Wir hatten einen tollen Kick off, in dessen Anschluss wir uns aus einem Escape Room (en mega schwierige, im Fall) befreiten. Und warum einer von uns dabei eine Hechtrolle machte (und warum er diese am Weihnachtsessen im Irish Pub wiederholte), wissen wir nicht mehr so genau. Aber es war lustig und wir waren voller Vorfreude auf die Zukunft.
Dann kam die Realität: Kundenreaktionen, Medienberichte und die weiterhin angespannte und sich verschlechternde Lage verhinderten vieles. Die Krise spitzte sich zu und kulminierte schließlich in der legendären Pressekonferenz am 19. März 2023 (bei welcher ich das Gefühl nicht unterdrücken konnte, dass Colm ganz viel Energie brauchte, um ein Siegerlächeln zu unterdrücken), als die Integration in die UBS bekanntgegeben wurde.

Fünf Monate nach der Reorganisation (und weniger als 2.5 Jahre seit der Integration der NAB) war vieles von dem, was wir geplant hatten, plötzlich Geschichte – und meine Motivation pendelte zwischen „okay, wir machen weiter“ und „wirklich jetzt?“. Oder sie war temporär einfach auch Geschichte. Auch bedingt dadurch, dass von den 4 Banken für die ich gearbeitet habe, 3 nicht mehr existierten rsp. in die UBS integriert waren.
Dann kam Ildiko auf mich zu, schaute mir in die Augen und frage mich: „Thomas, are you in or are you not?“ Ich habe kurz überlegt … und entschied mich dann, dass ich „in“ sein wollte. Meine Mitarbeitenden und unsere Kunden brauchten mich (und hatten sogar ein Anrecht darauf) in guter Verfassung und mit grosser Motivation. Womit ich mich wieder darauf konzentrierte, meinen Bereich und meine Mitarbeitenden innerhalb der neuen, roten, viel grösseren Bank so zu positionieren, dass vielleicht wiederum nicht alle für den Anfang ihre absolute Traumstelle bekamen aber sich keine wirtschaftlich existentiellen Sorgen machen mussten. Und ich glaube, dass das dann auch gar nicht so schlecht gelang.
Parallel dazu begann ich, meine selbständige Tätigkeit als Dozent und Trainer aufzubauen. Ich nahm mehr Stunden an und überlegte mir, wie ich mich positionieren und vermarkten könnte und war wohl im Frühherbst soweit, mich von meiner Bankkarriere zu verabschieden. Und dann kam es doch wieder anders.
In naher Zukunft werde ich alle Stationen meiner Karriere in Blogform verarbeiten, reflektieren oder – ehrlich gesagt – einfach hobbyliterarisch verwursten. Abonniere diesen Blog, um keine Folge zu verpassen.
Daneben wage ich den Schritt in die Selbständigkeit. Wenn du mehr darüber erfahren willst:
toao-gmbh.ch / Thomas@toao-gmbh.ch / linkedin.com/in/thomastoao
Pour mes amies à la Romandie
Début janvier 2022, Ildiko est devenue ma nouvelle cheffe. Dès le départ, j’ai senti que tout ne resterait pas comme avant – et honnêtement, ça ne me dérangeait pas du tout. Elle avait des idées claires, et j’étais positif à l’idée de cette collaboration. Le vrai grand changement est arrivé le 1er octobre 2022 : la structure géographique a été supprimée au profit d’une organisation fonctionnelle. Soudain, nous étions répartis entre Coverage – Risk, Compliance, Administration – et Sales, que nous avons baptisé semi-audacieusement « Advisory ». Le grand nom « Sales, Vente » ? Trop osé, on ne voulait pas exagérer.
Je suis devenu Head Advisory avec des équipes à Zurich, Brugg, Gümligen et Lausanne. Gümligen était particulièrement intéressant : un grand groupe avec deux co-chefs en Top-Sharing – un vrai exercice d’équilibrisme managérial. On se demandait parfois « qui décide de quoi ? » ou, côté leadership, « si papa dit non, peut-être que maman dira oui ». À Lausanne, mon équipe et moi ne partagions pas vraiment de langue commune, mais j’ai été impressionné de voir à quel point on pouvait se comprendre malgré tout. Et grâce à la digitalisation, traduire nos messages n’était plus un défi insurmontable (d’où ce post traduit en français pour les Romands).
Nous avons commencé alors que la CS était déjà secouée par les déboires d’Archegos et Greensill en 2021. Nos plans étaient ambitieux : prolonger les hypothèques, intensifier le cross-selling, et diffuser un peu d’optimisme. Notre kick-off fut mémorable : après une escape room ultra compliquée, l’un de nous a fait une roulade avant – qu’il a répétée au dîner de Noël à l’Irish Pub. Pourquoi ? Personne ne sait vraiment. Mais c’était hilarant et ça nous a mis dans un état d’esprit enthousiaste pour la suite.
Puis est venue la réalité : les réactions des clients, les médias et la situation déjà tendue ont bouleversé nos plans. La crise a culminé lors de la fameuse conférence de presse du 19 mars 2023, annonçant l’intégration dans l’UBS. Cinq mois après la réorganisation, beaucoup de nos projets étaient déjà de l’histoire ancienne, et ma motivation oscillait entre « bon, on continue » et « vraiment maintenant ? ».
C’est alors qu’Ildiko est venue me voir et m’a demandé : « Thomas, are you in or are you not ? » J’ai réfléchi… puis j’ai choisi « in ». Mes collaborateurs et nos clients avaient besoin de moi motivé et en forme, et je me suis concentré à nouveau sur le positionnement de mon équipe au sein de cette nouvelle grande banque. Tout le monde n’a pas eu immédiatement son poste de rêve, mais personne n’a eu de soucis existentiel, et ça, je crois, nous l’avons bien réussi.
Parallèlement, j’ai développé mon activité indépendante de formateur et coach, pris plus d’heures et réfléchi à ma stratégie personnelle. À l’automne, j’étais prêt à dire adieu à ma carrière bancaire… mais comme toujours, la vie a pris un autre chemin.
Dans un futur proche, je raconterai toutes les étapes de ma carrière sur ce blog, pour réfléchir ou, plus honnêtement, les réinventer un peu à ma manière. Abonnez-vous pour ne rien manquer !
Et en parallèle, je me lance dans l’indépendance. Si vous voulez en savoir plus : toao-gmbh.ch / Thomas@toao-gmbh.ch / linkedin.com/in/thomastoao

























