Nachdem wir in Andermatt den Hotelausgang und damit den Bahnhof gefunden hatten (siehe Letzter Blog von gestern) fuhren wir mit dem Postauto über den Gotthardpass. Immer wieder eine beeindruckende Kulisse und wenn man sieht, wie lange das Postauto da aufwärts fährt, steigt der Stolz auf die entsprechenden Bezwingungen zu Fuss mit jeder Minute weiter an.
Ab Airolo direkt nach Locarno, wo wir im La Palma au Lac eincheckten. Das Zimmer war noch nicht fertig (wir auch zu früh dran), es wurden uns aber Tücher für dem Badeplausch im direkt davor liegenden See angeboten. Den Plausch wollten wir mit der Anmietung eines Pedalos erhöhen, steigerten ihn dann mit einem Motorboot fast schon ins Unermessliche. Ja bei Motorboot denke ich an eine Jacht mit mindestens 212 PS, 3 Kabinen und 4 Butlern, aber manchmal kommt es anders. Auch wenn die 8 PS dem Bötchen wohl kaum mehr als 10 km/h entlockten, sich einmal im Leben als El Capitano zu fühlen, war den Eintritt allemal wert.

Danach genossen wir den #roomwithaview und nützten diesen, um ein wenig vorzuglühen. ![]()
Der eigentliche Höhepunkt sollte aber ja noch folgen. Wir hatten uns preiswerte eher teure absolut wahnsinnig teure VIP-Tickets für das Moon and Stars genauer für das grande Finale mit Patent Ochsner und Stephan Eicher erworben. In der Kurzfassung für Schnellleser: Es war ganz grosses Kino:
Die Infrastruktur und das Catering wirklich auf VIP-Niveau. So Häppchen und Drinks bis zum Abwinken. Tolle Plattform, welche zu keinem Zeitpunkt irgendwie ‚crowded‘ war. Wie Geberit sein Dusch-WC an einem Open Air vermarktet, ist so übertrieben, dass man es direkt übertrieben finden könnte – vielleicht ist es einfach nur gut saumässsig gut.
Aber primär waren wir ja der Konzerte wegen dort. Und das war ja das Geile: es waren nicht zwei Konzerte unterteilt in eine Vorband, die keiner hören will und nur das Warten auf den Mainact verkürzt bis dieser Mainact dann endlich mit grosser Verspätung anfängt. Nein, die zwei grossen alten (sorry) Männer der Schweizer Musik gaben hier eben zusammen ein Konzert mit dem absolut besten aus den zwei doch recht unterschiedlichen Welten. Die absolut epische 11-minütige Version von Scharlachrot inkl. dem wohl geilsten Saxophonsolo der Musikgeschichte (sorry das immer noch vorhandene Adrenalin lässt mich schwärmen) war nur ein Höhepunkt des höhepunktreichen Abends…dass sich die zwei Protagonisten des Abends einen kurzen Moment nicht ganz einig waren in Bezug auf den Text gab dem ganzen einen zusätzlichen leicht improvisierten Touch (wäre ich böse, würde ich unterstellen, sie hätten das absichtlich gemacht ich bin ja mal nicht böse).

Die Bühne rsp. die Ausrichtung der Tribüne sowie die Farbe der Getränke waren eine faktisch perfekte Inszenierung für die Generation Instagram – interessiert wohl nicht so viele aber für so gefühlte Influencer wie mich natürlich Teil des Spasses.
Und weil ja schöne Geschichten ein Happy End brauchen: Dass ich dann am nächsten Morgen einen Schulkollegen an der Hotelrezeption antraf, den ich zuletzt wohl ca 1995 mit 18 Jahren vor über 20 Jahren ziemlich sicher 1995 getroffen hatte, rundete das nette Reislein noch wunderbar ab.
So, next Stop Singapur 🇸🇬.



















